Unter der Überschrift "Rückenwind fürs Ehrenamt" werden beim Fachtag am 7. September 2013 in der Katholischen LandvolkHochschule Oesede folgende Themen
- "Zeit statt Geld" - Das Modell der Zeitbanken
- "Lernen durch Engagement" - Wege ins Ehrenamt durch Schule und Hochschule
- "Engagiert und gut begleitet" - Unterstützung und Qualifizierung Ehrenamtlicher
- "Ehrenamt lohnt sich" - Möglichkeiten konkreter Anerkennung
- "Aktiv im Alter" - Ehrenamt mit Lebenserfahrung

Hier gibt es nähere Beschreibungen dazu: Workshops beim Fachtag "Rückenwind fürs Ehrenamt"

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten zum Fachtag gibt es hier: Einladung Fachtag

Der Verein „Rückenwind für Bürgerengagement e.V. ist für den Deutschen Engagementpreis 2013 nominiert. Der Einsatz für die Stärkung von Anerkennungskultur und Verbesserung der Rahmenbedingungen im Ehrenamt erfährt durch diese Nominierung eine besondere Anerkennung. Der Verein Rückenwind wurde aufgrund dieses Einsatzes und seiner Netzwerkarbeit für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen. Der Vorsitzende Peter Klösener zeigt sich dadurch sehr ermutigt, weitere Schritte zu gehen.

Auch im Ehrenamt kann es zu Meinungsverschiedenheiten und Konflikten kommen. Dass es wichtig ist, Konflikte mutig, offen und konstruktiv anzugehen, machte Judith Soegtrop-Wendt, Pädagogin und Kommunikationstrainerin am Zentrum für ehrenamtliches Engagement der Katholischen LandvolkHochschule Oesede, beim letzten Abend der Fortbildungsreiche "Fit für die Vereinsarbeit" am 27. Juni deutlich.

Die Präsentation zum Abend gibt es hier:

Präsentation zum Umgang mit Konflikten

Rückenwind fürs Ehrenamt wird sowohl von der Politik als auch von den Trägern freiwilligen Engagements immer wieder thematisiert, gefordert oder sogar versprochen. Dennoch sieht die Praxis oft anders aus. An diesem Tag für und mit ehren- und hauptamtlichen Verantwortungsträgern im Feld des ehrenamtlichen Engagements sollen Perspektiven aufgezeigt werden. Die Einladung zum Fachtag mit Programm und Anmeldehinweisen gibt es hier:

Einladung Fachtag "Rückenwind" am 7. September 2013

"Wenn ich zum Vorstand gehe ..." lautete die Eingangsfrage am 6. Juni für über 30 Teilnehmende am Workshop "Vorstandsarbeit mit Spaß und Gewinn" in der Katholischen LandvolkHochschule. Gemeinsam wurde erörtert, welche Dinge in der Vorstandsarbeit motivieren und welche eher abschrecken, um auf dieser Basis zu entwickeln, wie eine attraktive Vorstandsarbeit aussehen kann und wie neue Vorstandsmitglieder angesprochen werden können. Christina Gräuler, Bildungsreferentin in der LandvolkHochschule Oesede, zeigte den Anwesenden Wege für eine Neuorientierung der Vorstandsarbeit auf.

Ergebnisse, Tipps und Checklisten dazu gibt es hier:

Präsentation zur Vorstandsarbeit

Ergebnisse der Gruppenarbeit

Übersicht zu verschiedenen Checklisten

Vorlage Aufgabenverteilung im Vorstand

Vorlage Vorstandseinladung

Vorlage Protokollführung

Vorlage Beschlussordner

Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Verbänden und Initiativen befassten sich mit Unterstützung von Anja Fruck (Bild) von der Versicherungsgruppe Hannover (VGH) am 16. Mai in der Katholischen LandvolkHochschule Oesede mit Versicherungsfragen für das Ehrenamt. Der Erste Kreisrat Stefan Muhle nutzte die Gelegenheit, den im Landkreis Osnabrück engagierten Vertreterinnen und Vertretern ausdrücklich für ihr Engagement zu danken.

Neben allgemeinen Hinweisen zu Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie weiteren für die Vereinsarbeit wichtigen Versicherungsarten wurde insbesondere auf den bestehenden Rahmenvertrag zur Absicherung ehrenamtlicher Arbeit hingewiesen, den das Land Niedersachsen mit der VGH abgeschlossen hat. Weitere Informationen dazu gibt es auf dem Freiwilligenserver Niedersachsen.

Der Nutzen für die Leser muss im Vordergrund einer Nachricht für die Presse stehen. Das machte Günther Riesenbeck, Referent des vierten Abends der Reihe "Fit für die Vereinsarbeit " vor rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich. Beiträge, die an die Presse gehen, sollen spannend sein, um in die Köpfe der Leserinnen und Leser einzugehen. Daher sei es bei der Anfertigung einer Nachricht immer zu überprüfen, worin der Wert der Nachricht für die Leser bestehe.

Zudem müsse beachtet werden, dass das Wichtigste in jedem Fall zuerst benannt werde, da ein eingehender Artikel in einer Redaktion bei Bedarf immer von hinten gekürzt werde. Riesenbeck machte zudem deutlich, dass Nachrichten an die Presse eine "verderbliche Ware" seien. Wenn über die heutige Veranstaltung berichtet werde, müsse der Beitrag spätestens morgen an die Medien herausgehen. Hier stehe die Aktualität immer im Mittelpunkt.

Unter dem Motto "kein Bericht ohne aussagekräftiges Foto" wies Günther Riesenbeck darauf hin, dass in keinem Fall "Gruppenbilder mit 100 Personen" eingesendet werden sollten. Ein Foto müsse "komponiert werden". Es sei darauf zu achten, dass für die Nachricht typische Situationen und Gegenstände erkennbar seien und keine überflüssigen Motive oder Freiflächen abgebildet seien. Eine Zusammenfassung des Abends will Günther Riesenbeck in der nächsten Ausgabe seiner Publikationen veröffentlichen.

Mit Projektmanagement war der dritte Abend der Fortbildungsreihe am 18. April überschrieben. Dabei ging es darum, systematische Planungsschritte für größere Projekte im Verein oder im Verband kennenzulernen. U.a. erprobten die Teilnehmenden die Formulierung von klaren Zielsetzungen für ihr Vorhaben. Die Präsentation dazu gibt es hier:

Präsentation zum Projektmanagement

Der zweite Abend der Veranstaltungsreihe "Fit für die Vereinsarbeit" am 11. April in der Katholischen LandvolkHochschule befasste sich mit den finanziellen Fragen im ehrenamtlichen Engagement. Golo Busch von der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Münster referierte umfassend über alle Fragen, die auf Vereine und Verbände zukommen können. Die Präsentation dazu findet sich hier:

Präsentation zu Steuern, Gemeinnützigkeit und Spenden im Verein

Der erste Abend der Veranstaltungsreihe "Fit für die Vereinsarbeit" hat unter dem Titel "Gewinnung von Ehrenamtlichen" am 4. April in der Katholischen LandvolkHochschule Oesede stattgefunden. Intensiv haben sich 20 Teilnehmende mit den Rahmenbedingungen ehrenamtlicher Arbeit in Vereinen und Verbänden auseinandergesetzt. Präsentation und Arbeitsergebnisse dazu finden sich hier:

Präsentation zur Gewinnung von Ehrenamtlichen

Kleingruppenergebnisse

Ehrenamtliche im Landkreis Osnabrück haben jetzt die Möglichkeit, sich kostenlos qualifizieren zu lassen. Der Verein „Rückenwind für Bürgerengagement“, der Landkreis Osnabrück und das Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der Katholischen LandvolkHochschule (KLVHS) Oesede bieten ab April eine siebenteilige Fortbildungsreiche „Fit für die Vereinsarbeit“ an.
„An sieben Abenden werden fachkundige Referenten zentrale Themen für das Ehrenamt in der Katholischen LandvolkHochschule Oesede beleuchten“, stellt Peter Klösener, Vorsitzender des Vereins Rückenwind und Vertreter des Zentrums für ehrenamtliches Engagement, die Initiative vor.

Die Themen erstrecken sich über das gesamte Arbeitsfeld von Freiwilligen in Vereinen, Verbänden oder Kirchen. Gewinnung von Ehrenamtlichen, Vorstandsarbeit, Projektmanagement, Pressearbeit, der Umgang mit Konflikten, Gemeinnützigkeit und Finanzen sowie Versicherungen werden in den Abendveranstaltungen behandelt.
Der erste Kreisrat Stefan Muhle hebt die Bedeutung der Freiwilligen für die Region hervor: „Ehrenamtliches Engagement ist uns etwas wert und lässt sich aus unserem Leben nicht mehr wegdenken. Deshalb wollen wir die Fortbildungsreihe allen Engagierten im Landkreis auch kostenlos anbieten.“

Dass Qualifizierung im Ehrenamt immer wichtiger wird, bestätigt Werner Lindwehr vom Büro für Selbsthilfe und Ehrenamt des Landkreises. „Viele Aufgaben sind inzwischen sehr anspruchsvoll geworden und nicht selten werden von Ehrenamtlichen qualifizierte Leistungen erwartet“, so Lindwehr.

Die Fortbildungsreihe beginnt am 4. April. Die Veranstaltungen finden jeweils an einem Donnerstag ab 18:30 Uhr in der KLVHS statt. Es ist auch eine Teilnahme an einzelnen Abenden möglich. Eine Übersicht über die Themen und Termine der Fortbildungsreihe ist dem Flyer zu entnehmen.

Den Flyer zum Download geht es hier >>>
Anmeldungen direkt bei der KLVHS Oesede: Tel.: 05401 / 86680, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

Bei den Neuwahlen zum Vorstand des Vereins „Rückenwind“ im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 13.11.2012 in der Katholischen LandvolkHochschule übernahm Peter Klösener das Amt des Vorsitzenden von Johannes Buß, der nach langjähriger Tätigkeit in dieser Funktion nicht mehr kandidierte. Ebenfalls neu im Vorstand ist Karin Trütken, die für das Mehrgenerationenhaus in Quakenbrück tätig ist. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Almut Detert, Burkhard Holst und Dr. Helmuth Köhnke einstimmig bestätigt. Die Zuordnung der Aufgaben innerhalb des Vorstands wird bei der konstituierenden Sitzung vorgenommen. Die Versammlung dankte Johannes Buß sowie Heinrich Herkenhoff, der ebenfalls nicht für eine weitere Amtszeit kandidierte, für ihren Einsatz.

Der Rückblick auf drei Fachforen, die im Jahr 2012 anlässlich des „Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ mit verschiedenen Kooperationspartnern durchgeführt wurden, stand im Mittelpunkt des Rechenschaftsberichts. Insgesamt über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren im März in das Kreishaus Osnabrück, im Juni in das Mehrgenerationenhaus Quakenbrück und im Oktober in die Katholische LandvolkHochschule Oesede gekommen.
Zentrale Themen der Fachforen, die durch Mittel des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurden, waren die altersgerechte Gestaltung des Wohnraums, das generationsübergreifende Miteinander von Jung und Alt sowie das ehrenamtliche Engagement älterer Menschen.

Zudem befasste sich die Mitgliederversammlung mit der Idee von „Zeitbanken“. Thomas Uhlen vom Caritasverband stellte das Prinzip solcher Zusammenschlüsse vor, bei denen gegenseitige Unterstützung formal organisiert wird. Jemandem, der unentgeltliche Dienstleistungen erbringt, werden die Stunden auf seinem „Zeitkonto“ gutgeschrieben. Bei denjenigen, die eine Leistung empfangen, wird das „Zeitkonto“ entsprechend belastet. Entsprechende Initiativen gebe es bereits in verschiedenen Regionen, so Thomas Uhlen. Die anwesenden Mitglieder von „Rückenwind“ bezeichneten es als lohnenswert, sich mit einer solchen Form des Engagements näher zu befassen. Der neue Vorstand wird dieses Anliegen aufnehmen.
 

Hilflos, auf Unterstützung angewiesen, nicht mehr lernfähig und nicht für Neues zu motivieren. Mit solchen Eigenschaften würden ältere Menschen immer noch häufig belegt, kritisierte Barbara Eifert vom Forschungsinstitut für Gerontologie an der TU Dortmund bei einem Fachforum zum Ehrenamt der älteren Generation an der Katholischen LandvolkHochschule Oesede am 04.10.2012. Die Wahrheit dagegen sei, dass die Mehrzahl alter Menschen eigenständig lebe und ihr Bildungsgrad kontinuierlich steige. Außerdem seien die Transferleistungen Älterer gegenüber Jüngeren erheblich, so die Wissenschaftlerin.

Barbara Eifert warb dafür, die Kompetenzen und Potenziale der älteren Generation wahrzunehmen. „Für Vereine, Kirchen und andere Organisationen kann das als Schatzkiste betrachtet werden, wenn sich diese Generation ehrenamtlich engagiert“, so Eifert. Eine zentrale Voraussetzung, Ältere für das Ehrenamt zu gewinnen, liege jedoch in der Attraktivität der Tätigkeit, für die Engagierte gesucht würden. Außerdem müssten die Verantwortlichen in den Vereinen und Organisationen auch eine wertschätzende Haltung zeigen. Schließlich würden hier oft große Kompetenzen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bestätigt wurden diese Einschätzungen auch von Fachleuten aus der Praxis, die sich bei der Veranstaltung den rund 60 Teilnehmern zur Diskussion stellten. Ulrich Freisel von der Freiwilligenagentur Osnabrück, Susanne Klesse vom Seniorenservicebüro des Landkreises Osnabrück und Günter Oberthür vom Bistum Osnabrück veranschaulichten durch praktische Beispiele dass es bei der älteren Generation eine hohe Motivation zum ehrenamtlichen Engagement gebe. 

Nicht selten scheitere die Zusammenarbeit einer Einrichtung mit Ehrenamtlichen jedoch daran, dass die Rahmenbedingungen nicht passend seien. Gerade Ältere seien daran interessiert, eigene Erfahrungen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und Funktionen mit Entscheidungskompetenzen wahrzunehmen. Dann sei es für sie nicht sehr motivierend, wenn ihre neuen Ideen mit der Bemerkung „Das haben wir aber immer anders gemacht“ abgeblockt würden.

Außerdem sei es unverzichtbar, dass im Ehrenamt entstehende Kosten erstattet würden und dass es einen Ansprechpartner für Ehrenamtliche in der Organisation gebe. Ziel müsse sein, so Barbara Eifert, eine „Win-Win-Situation“ zu erreichen. Dabei habe die Einrichtung einen Gewinn durch die Mitarbeit des Ehrenamtlichen und der Ehrenamtliche durch neue Erfahrungen, Kontakte und jede Menge Spaß.
 
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 statt. Er wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zu einem Fachforum unter der Überschrift „Solidarität innerhalb und zwischen den Generationen“ begrüßte Dr. Helmuth Köhnke vom Verein Rückenwind für Bürgerengagement am 20. Juni 2012 rund 50 Gäste im Mehrgenerationenhaus Quakenbrück. Ein buntes Programm mit Fachvorträgen, Mitmachangeboten und Informationsständen beleuchtete insbesondere Chancen, aber auch Defizite im Miteinander von Jung und Alt.

Kartin Trütken vom Mehrgenerationenhaus Quakenbrück machte deutlich, dass diese Veranstaltung, die anlässlich des europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen unter dem Dach des Vereins Rückenwind stattfinde, besonders gut in das Profil des Mehrgenerationenhauses passe. Schließlich führe man hier unterstützende Angebote für alle Altersgruppen durch und lege viel Wert auf die Begegnung der Generationen.

Quakenbrücks stellvertretender Bürgermeister Matthias Brüggemann brachte in seinem Grußwort das Bemühen um den Dialog der Generationen mit einem Zitat von Adolph Kolping auf den Punkt“: Beginnen ist oft schwer, dabei bleiben ist das Wichtigste.“
Das zeigte sich auch im Programm des Fachtags. Bei der Präsentation des Projekts „Tanz der Generationen“, beim Geo-Caching für Jung und Alt oder beim „Rolli Parcour“, der jungen Leuten die Möglichkeit gab, selbst in einem Rollstuhl Hindernisse des Alltags zu erkunden, stand das Miteinander der Generationen ganz konkret im Mittelpunkt.

Michael Steinkamp vom europe direct Informationszentrum des Landkreises Osnabrück hatte bereits zu Beginn des Fachforums auf aktuelle Herausforderungen aus europäischer und nationaler Sicht hingewiesen. Deutschland sei im europäischen Vergleich vom demographischen Wandel extrem betroffen, so Steinkamp. Der drohende Mangel an Fachkräften sowie eine unklare Versorgungslage im Alter seien Probleme, denen sich in der nächsten Zeit gewidmet werden müsse.

Vielfältige Anregungen wurden im Rahmen des Fachforums auch rund um Hilfen im Alter gegeben. Andreas Stallkamp vom Pflegestützpunkt des Landkreises Osnabrück war mit der mobilen Wohnberatung vor Ort und informierte über Hilfen im Alltag und Wohnen mit Zukunft. Zusätzlich gab Lisa Bange von Yellow care Quakenbrück einen Überblick über ideenreiche und kostengünstige Hilfsmittel. Das Repertoire reichte von der Anziehhilfe für Strümpfe bis zum Buchhalter für entspanntes Lesen.

Überaus lebendig verkörperte schließlich auch der „Kinderchor Bethanien“ mit seinen musikalischen Beiträgen beim Fachforum sowohl die Begegnung von Jung und Alt als auch interkulturelle gemeinsame Aktivitäten.

Der Verein Rückenwind lädt im Rahmen des Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen im Herbst dieses Jahres zu einem weiteren Fachforum ein. Am 4. Oktober 2012 findet in der Katholischen LandvolkHochschule eine Veranstaltung zur „Potenziale Älterer für die Zivilgesellschaft“ statt. Dabei geht es um das ehrenamtliche Engagement der älteren Generation und um förderliche Rahmenbedingungen.

Die Fachveranstaltungen zum Europäischen Jahr für aktives Altern werden gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
 

Der demographische Wandel zeichnet sich in Europa immer mehr ab. Damit sich Seniorinnen und Senioren, aber auch jüngere Menschen frühzeitig auf das Leben im Alter vorbereiten können, hat der Verein Rückenwind für Bürgerengagement ein Fachforum mit Vorträgen und Workshops zum Thema „Eigenständiges Wohnen und Leben im Alter“ initiiert.

Unter organisatorischer Federführung des Büros für Selbsthilfe und Ehrenamt beim Landkreis Osnabrück bot die Veranstaltung für etwa 100 Frauen und Männer aus derRegion eine gute Gelegenheit, sich aktuell zu informieren und mit anderen auszutauschen.  

„In Zukunft wird etwa jede zweite Frau das 86. Lebensjahr erreichen“, erklärte Dr. Dirk Heuwinkel, Referatsleiter für Strategische Planung des Landkreises Osnabrück. „Gleichzeitig nimmt die Zahl der Kinder immer mehr ab, was zu einer starken Veränderung der Gesellschaftsstruktur führt. Um im Alter sicher, barrierefrei und vor allem selbständig wohnen zu können, sollte man zukunftsorientiert planen“ so Heuwinkel.

„Aktives Altern bedeutet, auch im Alter noch etwas für die Gesellschaft zu tun, zum Beispiel durch das Ehrenamt oder Mehr-Generationen-Projekte wie das gemeinsame Lesen mit Kindern“, sagte Johannes Buß, Vorsitzender des Vereins Rückenwind für Bürgerengagement und Projektleiter.

Michael Steinkamp vom europe direct Informationszentrum richtete den Blick auf Europa und das europäische Ziel, bessere Möglichkeiten und Bedingungen für ältere Menschen zu schaffen – um sich in den Arbeitsmarkt ein zu bringen, Armut und Ausgrenzung zu verhindern  und ehrenamtliche Tätigkeiten sowie aktive Teilhabe am (gesellschaftlichen) Leben zu fördern.

In verschiedenen Workshops hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieMöglichkeit, altersgerechte Wohnformen, technische Geräte zur Erleichterung des eigenständigen Lebens sowie Methoden zur Selbstverteidigung kennenzulernen. Interessante Ideen und  Aspekte wurden auch an Beispielen aus den Niederlanden aufgezeigt und diskutiert. 

Im Rahmen des Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 hat der Verein Rückenwind für Bürgerengagement zwei weitere  Fachforen mit folgenden Themen initiiert: „Zusammenhalt der Gesellschaft – wie können wir Solidarität zwischen den Generationen leben?“ am 20. Juni im Mehrgenerationenhaus in Quakenbrück und „Potentiale Älterer für die Zivilgesellschaft: wie können gesellschaftliches Engagement und Teilhabe älterer Menschen gelingen?“ am 4. Oktober im Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der Katholischen LandvolkHochschule Oesede. 

Vorträge zur Veranstaltung zum Download als PDFs finden Sie nachfolgend zum Download:
Bielefelder Modell
Europäisches Jahr 2012
Ideen aus den Niederlanden
Wohnen mit Zukunft

Das Europäische Jahr 2012 soll ein Altern in Gesundheit  fördern, um damit sozialer Ausgrenzung und Vereinsamung entgegenzuwirken. Ziel ist ein nachhaltiges gewandeltes Verständnis des aktiven Alterns sowie die Unterstützung des Zusammenhalts der Generationen in der Gesellschaft.
Das Europäische Jahr 2012 wendet sich deshalb ausdrücklich an öffentliche Verwaltungen, an die Sozialpartner und an die Zivilgesellschaft; und damit an uns alle.

Der Verein Rückenwind  für Bürgerengagement e.V. lädt gemeinsam mit seinen Partnern (Zentrum  für ehrenamtliches Engagement/KLVHS  Oesede, Verein für Jugendhilfe e.V. Quakenbrück, Landkreis Osnabrück, Bistum Osnabrück) zu einer Veranstaltungsreihe mit drei Fachforen zu drei wichtigen Fragestellungen rund ums Älterwerden ein:
1. Wie müssen wir unser Umfeld, unseren Wohnraum gestalten?
2. Wie gehen Jung und Alt miteinander um?
3. Wie und wo können sich ältere Menschen ehrenamtlich engagieren?
Weitere Informationen erhalten Sie hier: Fachtage-Flyer.pdf
Die erste Veranstaltung der Reihe findet am 26.März 2012 im Kreishaus statt.
Melden Sie sich an!
 

Ausbildung von Ehrenamtlichen im Zentrum für ehrenamtliches Engagement
Insgesamt fünf Ausbildungstagen für ehrenamtliche Ansprechpartner/-innen im Projekt "Wohnen und Leben mit Zukunft" organisierte das Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der Katholischen LandvolkHochschule in Georgsmarienhütte-Oesede im Auftrag des Landkreises Osnabrück und der Stadt Melle.

Die künftig in den Meller Stadtteilen arbeitenden ehrenamtlichen Ansprechpartner/-innen werden Interessierten zur Verfügung stehen, wenn es um die Beratung rund um Fragen von Wohnen im Alter, aber auch für andere Zielgruppen geht.

Im Rahmen der im ersten Halbjahr 2010 stattgefundenen Ausbildung haben sich die ehrenamtlichen Ansprechpartner/-innen mit ihrer eigenen Rolle auseinandergesetzt, sich auf Gesprächssituationen vorbereitet und einen Überblick über haushaltsnahe Dienstleistungen und ambulante sowie stationäre Hilfemöglichkeiten für Menschen im Alter erhalten. Zudem haben sie sich mit der demographischen Entwicklung in ihrer Stadt befasst, eine Einführung in die Grundsätze der Barrierefreiheit im Wohnraum erhalten und Ansätze von Wohn- und Hausgemeinschaften kennengelernt. Letztlich wurden auch Grundlagen der energetischen Sanierung und Fragen des Werterhalts von Immobilien thematisiert.

Die offizielle Vorstellung des neuen Beratungsangebotes in Melle, das in enger Kooperation mit den Bürgerbüros in den Stadtteilen eingerichtet wird, erfolgt im Rahmen einer Präsentation im Beisein von Bürgermeister Dr. André Berghegger und Dr. Dirk Heuwinkel vom Landkreis Osnabrück am 19. August 2010 im „Forum Melle“.

Für berufstätige Personen, die an einer Mitwirkung am Projekt interessiert sind, wird es vom 26. bis 28. November 2010 ein zusätzliches Kompaktseminar geben. Informationen dazu gibt es bei Peter Klösener vom Zentrum für ehrenamtliches Engagement (Tel.: 05401 8668-17, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

In Georgsmarienhütte sind 45 Prozent der Bewohner ehrenamtlich engagiert. Damit liegt die Kommune im Südkreis Osnabrück deutlich über dem Bundes- wie auch dem Landesdurchschnitt, wo nach Untersuchungen 36 Prozent bzw. 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eine freiwillige Tätigkeit ausüben.

Dieses Ergebnis brachte eine Umfrage ans Licht, die das Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der Katholischen LandvolkHochschule im Auftrag des Ehrenamtslotsen von Georgsmarienhütte, Dr. Helmuth Köhnke, durchgeführt hatte. Zufällig ausgewählte 500 Bürgerinnen und Bürger der Stadt wurden im April dieses Jahres angeschrieben und um Rückmeldung gebeten, wie sie zu den örtlichen Vereinen und Verbänden stehen. Parallel dazu wurde eine Online-Befragung durchgeführt. Mit dem Rücklauf von 18 Prozent zeigten sich die Organisatoren zufrieden.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse der Umfrage vor zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Vereine und Verbände wie auch Mitgliedern von Rat und Verwaltung machen Dr. Helmuth Köhnke und Peter Klösener von Zentrum für ehrenamtliches Engagement deutlich, dass in GMHütte 73,8 Prozent der Bevölkerung in Vereinen oder Verbänden organisiert seien. Neben dem Sport wird hier vor allem die Mitwirkung in Kirchen bevorzugt. Deutlich wurde bei der Auswertung der Umfrage auch, dass die Anzahl der Kinder in einer Familie das Engagement in einem Verein oder Verband begünstigt.

Die Hälfte der ehrenamtlich Engagierten gab an, Interesse an Fortbildungen für ihr ehrenamtliches Engagement zu haben. Einen besonderen Bedarf stellten die Initiatoren im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit fest, denn nur 1,7 Prozent der Vereinsmitglieder teilten mit, dass sie aufgrund einer wahrgenommenen Werbung Mitglied geworden seien.

Der Verein Rückenwind für Bürgerengagement als Projektträger des Landesmodellprojektes FSP  hat jetzt die beteiligten Ehrenamtlichen in die Katholische LandvolkHochschule Oesede, Zentrum für ehrenamtliches Engagement, eingeladen.Etwa zwei Jahre nach Ende der offiziellen Förderperiode durch das Land Niedersachsen reflektierten 17 Frauen und Männer ihren ehrenamtlichen Einsatz. Wie sind oder waren die persönlichen Auswirkungen durch das Engagement im FSP? Welche Voraussetzungen sollten gegeben sein, damit  ehrenamtliches Engagement in Institutionen und Einrichtungen gut gelingen kann?

Das Landesmodellprojekt FSP richtete sich an ältere Menschen nach der Berufs- bzw. intensiven Familienphase. Gefordert war ehrenamtliches Engagement in einem verbindlichen Rahmen verbunden mit Möglichkeiten der Neuorientierung und persönlichen Weiterentwicklung. Der Projekttag wurde durch das Büro für Selbsthilfe und Ehrenamt und die Wohnberatung  beim Landkreis Osnabrück vorbereitet und unterstützt.
 

   
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