In Georgsmarienhütte sind 45 Prozent der Bewohner ehrenamtlich engagiert. Damit liegt die Kommune im Südkreis Osnabrück deutlich über dem Bundes- wie auch dem Landesdurchschnitt, wo nach Untersuchungen 36 Prozent bzw. 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eine freiwillige Tätigkeit ausüben.

Dieses Ergebnis brachte eine Umfrage ans Licht, die das Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der Katholischen LandvolkHochschule im Auftrag des Ehrenamtslotsen von Georgsmarienhütte, Dr. Helmuth Köhnke, durchgeführt hatte. Zufällig ausgewählte 500 Bürgerinnen und Bürger der Stadt wurden im April dieses Jahres angeschrieben und um Rückmeldung gebeten, wie sie zu den örtlichen Vereinen und Verbänden stehen. Parallel dazu wurde eine Online-Befragung durchgeführt. Mit dem Rücklauf von 18 Prozent zeigten sich die Organisatoren zufrieden.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse der Umfrage vor zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Vereine und Verbände wie auch Mitgliedern von Rat und Verwaltung machen Dr. Helmuth Köhnke und Peter Klösener von Zentrum für ehrenamtliches Engagement deutlich, dass in GMHütte 73,8 Prozent der Bevölkerung in Vereinen oder Verbänden organisiert seien. Neben dem Sport wird hier vor allem die Mitwirkung in Kirchen bevorzugt. Deutlich wurde bei der Auswertung der Umfrage auch, dass die Anzahl der Kinder in einer Familie das Engagement in einem Verein oder Verband begünstigt.

Die Hälfte der ehrenamtlich Engagierten gab an, Interesse an Fortbildungen für ihr ehrenamtliches Engagement zu haben. Einen besonderen Bedarf stellten die Initiatoren im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit fest, denn nur 1,7 Prozent der Vereinsmitglieder teilten mit, dass sie aufgrund einer wahrgenommenen Werbung Mitglied geworden seien.

Der Verein Rückenwind für Bürgerengagement als Projektträger des Landesmodellprojektes FSP  hat jetzt die beteiligten Ehrenamtlichen in die Katholische LandvolkHochschule Oesede, Zentrum für ehrenamtliches Engagement, eingeladen.Etwa zwei Jahre nach Ende der offiziellen Förderperiode durch das Land Niedersachsen reflektierten 17 Frauen und Männer ihren ehrenamtlichen Einsatz. Wie sind oder waren die persönlichen Auswirkungen durch das Engagement im FSP? Welche Voraussetzungen sollten gegeben sein, damit  ehrenamtliches Engagement in Institutionen und Einrichtungen gut gelingen kann?

Das Landesmodellprojekt FSP richtete sich an ältere Menschen nach der Berufs- bzw. intensiven Familienphase. Gefordert war ehrenamtliches Engagement in einem verbindlichen Rahmen verbunden mit Möglichkeiten der Neuorientierung und persönlichen Weiterentwicklung. Der Projekttag wurde durch das Büro für Selbsthilfe und Ehrenamt und die Wohnberatung  beim Landkreis Osnabrück vorbereitet und unterstützt.
 

   
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