Zu einem Fachforum unter der Überschrift „Solidarität innerhalb und zwischen den Generationen“ begrüßte Dr. Helmuth Köhnke vom Verein Rückenwind für Bürgerengagement am 20. Juni 2012 rund 50 Gäste im Mehrgenerationenhaus Quakenbrück. Ein buntes Programm mit Fachvorträgen, Mitmachangeboten und Informationsständen beleuchtete insbesondere Chancen, aber auch Defizite im Miteinander von Jung und Alt.

Kartin Trütken vom Mehrgenerationenhaus Quakenbrück machte deutlich, dass diese Veranstaltung, die anlässlich des europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen unter dem Dach des Vereins Rückenwind stattfinde, besonders gut in das Profil des Mehrgenerationenhauses passe. Schließlich führe man hier unterstützende Angebote für alle Altersgruppen durch und lege viel Wert auf die Begegnung der Generationen.

Quakenbrücks stellvertretender Bürgermeister Matthias Brüggemann brachte in seinem Grußwort das Bemühen um den Dialog der Generationen mit einem Zitat von Adolph Kolping auf den Punkt“: Beginnen ist oft schwer, dabei bleiben ist das Wichtigste.“
Das zeigte sich auch im Programm des Fachtags. Bei der Präsentation des Projekts „Tanz der Generationen“, beim Geo-Caching für Jung und Alt oder beim „Rolli Parcour“, der jungen Leuten die Möglichkeit gab, selbst in einem Rollstuhl Hindernisse des Alltags zu erkunden, stand das Miteinander der Generationen ganz konkret im Mittelpunkt.

Michael Steinkamp vom europe direct Informationszentrum des Landkreises Osnabrück hatte bereits zu Beginn des Fachforums auf aktuelle Herausforderungen aus europäischer und nationaler Sicht hingewiesen. Deutschland sei im europäischen Vergleich vom demographischen Wandel extrem betroffen, so Steinkamp. Der drohende Mangel an Fachkräften sowie eine unklare Versorgungslage im Alter seien Probleme, denen sich in der nächsten Zeit gewidmet werden müsse.

Vielfältige Anregungen wurden im Rahmen des Fachforums auch rund um Hilfen im Alter gegeben. Andreas Stallkamp vom Pflegestützpunkt des Landkreises Osnabrück war mit der mobilen Wohnberatung vor Ort und informierte über Hilfen im Alltag und Wohnen mit Zukunft. Zusätzlich gab Lisa Bange von Yellow care Quakenbrück einen Überblick über ideenreiche und kostengünstige Hilfsmittel. Das Repertoire reichte von der Anziehhilfe für Strümpfe bis zum Buchhalter für entspanntes Lesen.

Überaus lebendig verkörperte schließlich auch der „Kinderchor Bethanien“ mit seinen musikalischen Beiträgen beim Fachforum sowohl die Begegnung von Jung und Alt als auch interkulturelle gemeinsame Aktivitäten.

Der Verein Rückenwind lädt im Rahmen des Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen im Herbst dieses Jahres zu einem weiteren Fachforum ein. Am 4. Oktober 2012 findet in der Katholischen LandvolkHochschule eine Veranstaltung zur „Potenziale Älterer für die Zivilgesellschaft“ statt. Dabei geht es um das ehrenamtliche Engagement der älteren Generation und um förderliche Rahmenbedingungen.

Die Fachveranstaltungen zum Europäischen Jahr für aktives Altern werden gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
 

Der demographische Wandel zeichnet sich in Europa immer mehr ab. Damit sich Seniorinnen und Senioren, aber auch jüngere Menschen frühzeitig auf das Leben im Alter vorbereiten können, hat der Verein Rückenwind für Bürgerengagement ein Fachforum mit Vorträgen und Workshops zum Thema „Eigenständiges Wohnen und Leben im Alter“ initiiert.

Unter organisatorischer Federführung des Büros für Selbsthilfe und Ehrenamt beim Landkreis Osnabrück bot die Veranstaltung für etwa 100 Frauen und Männer aus derRegion eine gute Gelegenheit, sich aktuell zu informieren und mit anderen auszutauschen.  

„In Zukunft wird etwa jede zweite Frau das 86. Lebensjahr erreichen“, erklärte Dr. Dirk Heuwinkel, Referatsleiter für Strategische Planung des Landkreises Osnabrück. „Gleichzeitig nimmt die Zahl der Kinder immer mehr ab, was zu einer starken Veränderung der Gesellschaftsstruktur führt. Um im Alter sicher, barrierefrei und vor allem selbständig wohnen zu können, sollte man zukunftsorientiert planen“ so Heuwinkel.

„Aktives Altern bedeutet, auch im Alter noch etwas für die Gesellschaft zu tun, zum Beispiel durch das Ehrenamt oder Mehr-Generationen-Projekte wie das gemeinsame Lesen mit Kindern“, sagte Johannes Buß, Vorsitzender des Vereins Rückenwind für Bürgerengagement und Projektleiter.

Michael Steinkamp vom europe direct Informationszentrum richtete den Blick auf Europa und das europäische Ziel, bessere Möglichkeiten und Bedingungen für ältere Menschen zu schaffen – um sich in den Arbeitsmarkt ein zu bringen, Armut und Ausgrenzung zu verhindern  und ehrenamtliche Tätigkeiten sowie aktive Teilhabe am (gesellschaftlichen) Leben zu fördern.

In verschiedenen Workshops hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieMöglichkeit, altersgerechte Wohnformen, technische Geräte zur Erleichterung des eigenständigen Lebens sowie Methoden zur Selbstverteidigung kennenzulernen. Interessante Ideen und  Aspekte wurden auch an Beispielen aus den Niederlanden aufgezeigt und diskutiert. 

Im Rahmen des Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 hat der Verein Rückenwind für Bürgerengagement zwei weitere  Fachforen mit folgenden Themen initiiert: „Zusammenhalt der Gesellschaft – wie können wir Solidarität zwischen den Generationen leben?“ am 20. Juni im Mehrgenerationenhaus in Quakenbrück und „Potentiale Älterer für die Zivilgesellschaft: wie können gesellschaftliches Engagement und Teilhabe älterer Menschen gelingen?“ am 4. Oktober im Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der Katholischen LandvolkHochschule Oesede. 

Vorträge zur Veranstaltung zum Download als PDFs finden Sie nachfolgend zum Download:
Bielefelder Modell
Europäisches Jahr 2012
Ideen aus den Niederlanden
Wohnen mit Zukunft

Das Europäische Jahr 2012 soll ein Altern in Gesundheit  fördern, um damit sozialer Ausgrenzung und Vereinsamung entgegenzuwirken. Ziel ist ein nachhaltiges gewandeltes Verständnis des aktiven Alterns sowie die Unterstützung des Zusammenhalts der Generationen in der Gesellschaft.
Das Europäische Jahr 2012 wendet sich deshalb ausdrücklich an öffentliche Verwaltungen, an die Sozialpartner und an die Zivilgesellschaft; und damit an uns alle.

Der Verein Rückenwind  für Bürgerengagement e.V. lädt gemeinsam mit seinen Partnern (Zentrum  für ehrenamtliches Engagement/KLVHS  Oesede, Verein für Jugendhilfe e.V. Quakenbrück, Landkreis Osnabrück, Bistum Osnabrück) zu einer Veranstaltungsreihe mit drei Fachforen zu drei wichtigen Fragestellungen rund ums Älterwerden ein:
1. Wie müssen wir unser Umfeld, unseren Wohnraum gestalten?
2. Wie gehen Jung und Alt miteinander um?
3. Wie und wo können sich ältere Menschen ehrenamtlich engagieren?
Weitere Informationen erhalten Sie hier: Fachtage-Flyer.pdf
Die erste Veranstaltung der Reihe findet am 26.März 2012 im Kreishaus statt.
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Ausbildung von Ehrenamtlichen im Zentrum für ehrenamtliches Engagement
Insgesamt fünf Ausbildungstagen für ehrenamtliche Ansprechpartner/-innen im Projekt "Wohnen und Leben mit Zukunft" organisierte das Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der Katholischen LandvolkHochschule in Georgsmarienhütte-Oesede im Auftrag des Landkreises Osnabrück und der Stadt Melle.

Die künftig in den Meller Stadtteilen arbeitenden ehrenamtlichen Ansprechpartner/-innen werden Interessierten zur Verfügung stehen, wenn es um die Beratung rund um Fragen von Wohnen im Alter, aber auch für andere Zielgruppen geht.

Im Rahmen der im ersten Halbjahr 2010 stattgefundenen Ausbildung haben sich die ehrenamtlichen Ansprechpartner/-innen mit ihrer eigenen Rolle auseinandergesetzt, sich auf Gesprächssituationen vorbereitet und einen Überblick über haushaltsnahe Dienstleistungen und ambulante sowie stationäre Hilfemöglichkeiten für Menschen im Alter erhalten. Zudem haben sie sich mit der demographischen Entwicklung in ihrer Stadt befasst, eine Einführung in die Grundsätze der Barrierefreiheit im Wohnraum erhalten und Ansätze von Wohn- und Hausgemeinschaften kennengelernt. Letztlich wurden auch Grundlagen der energetischen Sanierung und Fragen des Werterhalts von Immobilien thematisiert.

Die offizielle Vorstellung des neuen Beratungsangebotes in Melle, das in enger Kooperation mit den Bürgerbüros in den Stadtteilen eingerichtet wird, erfolgt im Rahmen einer Präsentation im Beisein von Bürgermeister Dr. André Berghegger und Dr. Dirk Heuwinkel vom Landkreis Osnabrück am 19. August 2010 im „Forum Melle“.

Für berufstätige Personen, die an einer Mitwirkung am Projekt interessiert sind, wird es vom 26. bis 28. November 2010 ein zusätzliches Kompaktseminar geben. Informationen dazu gibt es bei Peter Klösener vom Zentrum für ehrenamtliches Engagement (Tel.: 05401 8668-17, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

In Georgsmarienhütte sind 45 Prozent der Bewohner ehrenamtlich engagiert. Damit liegt die Kommune im Südkreis Osnabrück deutlich über dem Bundes- wie auch dem Landesdurchschnitt, wo nach Untersuchungen 36 Prozent bzw. 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eine freiwillige Tätigkeit ausüben.

Dieses Ergebnis brachte eine Umfrage ans Licht, die das Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der Katholischen LandvolkHochschule im Auftrag des Ehrenamtslotsen von Georgsmarienhütte, Dr. Helmuth Köhnke, durchgeführt hatte. Zufällig ausgewählte 500 Bürgerinnen und Bürger der Stadt wurden im April dieses Jahres angeschrieben und um Rückmeldung gebeten, wie sie zu den örtlichen Vereinen und Verbänden stehen. Parallel dazu wurde eine Online-Befragung durchgeführt. Mit dem Rücklauf von 18 Prozent zeigten sich die Organisatoren zufrieden.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse der Umfrage vor zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Vereine und Verbände wie auch Mitgliedern von Rat und Verwaltung machen Dr. Helmuth Köhnke und Peter Klösener von Zentrum für ehrenamtliches Engagement deutlich, dass in GMHütte 73,8 Prozent der Bevölkerung in Vereinen oder Verbänden organisiert seien. Neben dem Sport wird hier vor allem die Mitwirkung in Kirchen bevorzugt. Deutlich wurde bei der Auswertung der Umfrage auch, dass die Anzahl der Kinder in einer Familie das Engagement in einem Verein oder Verband begünstigt.

Die Hälfte der ehrenamtlich Engagierten gab an, Interesse an Fortbildungen für ihr ehrenamtliches Engagement zu haben. Einen besonderen Bedarf stellten die Initiatoren im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit fest, denn nur 1,7 Prozent der Vereinsmitglieder teilten mit, dass sie aufgrund einer wahrgenommenen Werbung Mitglied geworden seien.

Der Verein Rückenwind für Bürgerengagement als Projektträger des Landesmodellprojektes FSP  hat jetzt die beteiligten Ehrenamtlichen in die Katholische LandvolkHochschule Oesede, Zentrum für ehrenamtliches Engagement, eingeladen.Etwa zwei Jahre nach Ende der offiziellen Förderperiode durch das Land Niedersachsen reflektierten 17 Frauen und Männer ihren ehrenamtlichen Einsatz. Wie sind oder waren die persönlichen Auswirkungen durch das Engagement im FSP? Welche Voraussetzungen sollten gegeben sein, damit  ehrenamtliches Engagement in Institutionen und Einrichtungen gut gelingen kann?

Das Landesmodellprojekt FSP richtete sich an ältere Menschen nach der Berufs- bzw. intensiven Familienphase. Gefordert war ehrenamtliches Engagement in einem verbindlichen Rahmen verbunden mit Möglichkeiten der Neuorientierung und persönlichen Weiterentwicklung. Der Projekttag wurde durch das Büro für Selbsthilfe und Ehrenamt und die Wohnberatung  beim Landkreis Osnabrück vorbereitet und unterstützt.
 

   
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